Eva Döhla - Oberbürgermeisterin der Stadt Hof. Bild: Blaue Maschine/Daniel Wagner

Du kannst den Wind nicht ändern, aber Du kannst die Segel anders setzen.

Cora L. V. Hatch

Dieser Satz ist für mich wegweisend – sowohl im Leben als auch als  Essenz von Kommunalpolitik: Er weist darauf hin, dass wir manche Rahmenbedingungen akzeptieren und zugleich eigene Strategien für den richtigen Kurs finden können. In unserer Stadt gibt es gleich mehrere wichtige Vorhaben, für die ein Kurswechsel ansteht:

Während wir uns in der Bedarfsplanung für Schulen zuletzt mit Containern und Modulbauten beholfen haben, setze ich auf den Bau eines neuen zusätzlichen Schulgebäudes. Die Weichen dafür haben wir mittels eines Grundsatzbeschlusses im Stadtrat im Herbst 2020 gestellt.

Nachdem die Entstehung eines großen Einkaufszentrums am Strauß immer unwahrscheinlicher wird und Corona den Handel weiter geschwächt hat, müssen auch hier die Segel neu gesetzt werden. Für das Areal brauchen wir eine neue und fundierte städtebauliche Planung. In der Zwischenzeit soll es durch weitere attraktive Interimsnutzungen aufgewertet werden.

Kurswechsel auch in weniger sichtbaren Bereichen: Die Stadt Hof ermöglicht jetzt Home-Office und mobile Telearbeit. Hier ganz grundsätzlich und auch völlig unabhängig vom reinen Gesundheitsschutz für mehr Flexibilität und Entgegenkommen zu sorgen, war mir ein großes Anliegen.

Eva Döhla
Oberbürgermeisterin der Stadt Hof

MEINE AUFGABEN ALS OBERBÜRGERMEISTERIN

Die im Vergleich zu anderen Bundesländern starke Stellung der/des ersten Bürgermeister*in oder Oberbürgermeister*in in Bayern verdankt diese/r auch der Direktwahl. Diese verleiht der Oberbürgermeisterin die gleiche Legitimation wie dem Stadtrat.

 

Zu den gesetzlichen Hauptaufgaben gehören die 

Vertretung der Stadt nach außen

Leitung der Stadtverwaltung

Vorsitz im Stadtrat

Vertretung der Stadt in den Gesellschafterversammlungen und Aufsichtsräten der kommunalen Unternehmen und Zweckverbände.

 

Politische Aufgaben sind

der Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und regionalen Organisationen

die Vertretung unserer städtischen Interessen auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene.

 

Das klingt formal. Aber es zeigt, wie abwechslungsreich, vielfältig und anspruchsvoll die Aufgaben sind. Im Terminkalender gleicht darum kein Tag dem anderen.

Die Aufgaben von Eva Döhla, Oberbürgermeisterin der Stadt Hof
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IM GESPRÄCH

...meist mit Terminvereinbarung, aber wenn es sich ergibt auch zwischendurch.

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OFFIZIELLE TERMINE

... gibt es gerade deutlich weniger als früher. Das öffentliche Leben ist noch eingeschränkt, umso mehr freue ich mich über die Begegnungen, die möglich sind.

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EIN BESONDERES ERBE

Dieser Tisch ist nahezu einhundert Jahre alt - und hat allen meinen Vorgängern bei Sitzungen und Besprechungen gedient. Ein schönes Erbstück, das immer noch täglich genutzt wird.

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IM RATHAUS

fühle ich mich zuhause. Sitzungen und Besprechungen bestimmen den Tagesrhythmus. Die Zusammenarbeit mit der Verwaltung sowie meinen Stellvertretern hat sich eingespielt und macht Freude.

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UNSERE UNTERNEHMEN

... und ihre Macher*innen lerne ich bei Betriebsbesuchen noch besser kennen.

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UNTERWEGS IN DER STADT

... denn ganz Hof ist mein Arbeitsplatz, mein Lebensmittelpunkt, mein Zuhause.

Ob im Rathaus oder bei Terminen in Hof und ab und zu auch in anderen Städten: eine Oberbürgermeisterin sitzt selten mal “in Ruhe” am Schreibtisch. Besprechungen und Sitzungen prägen den Tag. Entscheidungen treffen und Kontaktpflege betreiben, beides bedeutet Austausch, für den ich mich auch immer wieder auf den Weg mache.

Eva Döhla vor der Freiheitshalle

Positionen

DIE HOFER FREIHEITSHALLE

Im August 2020 hat sich nach einer Überprüfung herausgestellt, dass die Glasfassade große Mängel aufweist. Das Gelände musste deshalb sogar aus Sicherheitsgründen einweise abgesperrt werden. Das alles sind unerquickliche Vorgänge mit einer weit zurückreichenden Geschichte, denn eingeweiht wurde die Halle ja schon im Jahr 2012.


Sicher gibt es einmal Ärger, Mängel und strittige Punkte bei einem so großen Bauprojekt und in der Zusammenarbeit mit Dienstleistern bzw. Auftragnehmern. Doch dieses Ausmaß, wie es es bei der Freiheitshalle aufgetreten ist, ist schon beispiellos. Dazu kommt, dass mehrere verantwortlich Beteiligte nicht mehr greifbar sind. Trotzdem ist mein Ziel eine Aufarbeitung, bei der man aus der Vergangenheit lernt.


Die Halle ist ein wichtiger und bewährter Veranstaltungsort. Daher muss der Schaden behoben werden. Die Stadt benötigt nun ein Ingenieurbüro, das ein Sanierungskonzept erstellt. Es muss natürlich fundiert und wirtschaftlich vertretbar sein. Dann kann die Planung der nötigen Arbeiten an der Fassadde beginnen.


Die Kosten werden sich wohl auf einen siebenstelligen Betrag belaufen, nach heutiger grober Schätzung könnten etwas 2 Millionen Euro benötigt werden. Parallel laufen auch noch mehrere Gerichtsverfahren, darunter ein umfangreiche Beweissicherungsverfahren rund um die Halle und die Fassade.
Solange diese nicht abgeschlossen sind, kann ich zu diesen keine näheren Angaben machen.

WEITERE ZENTRALE THEMEN

Die Stadt Hof strebt als Ziel die Zwangsversteigerung an. Denn ein Abbruch des Gebäudes wird wohl erst geschehen, wenn sich die Liegenschaft im Eigentum der Stadt Hof befindet. Hierzu ist allerdings die Erlangung eines vollstreckbaren Titels durch die Stadt Hof im Grundbuch notwendig. Solange sich das Gebäude im Privatbesitz befindet, ist kaum heranzukommem. Der Eigentümer will sich um keinen Preis davon trennen. Er verkauft es nicht. Aus Prinzip. Er möchte seine Ruine behalten. Die Stadt Hof und die Anlieger wollen, dass das Haus bzw. das was davon übrig ist, lieber heute als morgen verschwindet.

Eine sinnvolle Mischnutzung mit Wohnungen, Einkaufs- und Begegnungsmöglichkeiten, Grünflächen und vor allem einem ordentlichen Busbahnhof wäre aus meiner Sicht die beste Lösung.

Vorweg muss ich sagen, denn das ist vielen nicht bekannt: Dieses Grundstück gehört nicht der Stadt. Wir können es also nicht etwa selbst nach Belieben bebauen (lassen). Der Eigentümer hat im Sommer für einige Wochen das Riesenrad auf seinem Grund erlaubt, was schon einmal ein Riesenfortschritt war im Vergleich zu der Brache, die dort über Jahre zu sehen war.

Wir planen nun, einen größeren Teilbereich in Abstimmung mit dem Eigentümer für verschiedene temporäre Nutzungen herzurichten.

Sprich: die positiven Erfahrungen, die wir jetzt mit dem Riesenrad und den Ständen gemacht haben, sollen auf andere Weise fortgeführt werden. Wenn schon auf die Schnelle kein Einkaufszentrum entsteht, soll wenigstens ein kleiner Anziehungspunkt für dieses Quartier entstehen. Die umliegenden Geschäfte haben lang genug gelitten unter der Situation. Wir haben dem Stadtrat im Herbst 2020 Skizzen für eine attraktive, grüne Zwischennutzung präsentiert, die auf viel Anklang stießen. Der Entwurf soll 2021 umgesetzt werden. Der Eigentümer hat im Vorfeld bereits Einverständnis signalisiert.

Für eine dauerhafte Nutzung will die Stadt Hof einen städtebaulichen Wettbewerb ausschreiben. Dabei können ausgewählte Architekturbüros ihre Ansätze für eine attraktive und kluge Neubeplanung des Gesamtgrundstücks einreichen.

Auch diese Grundstücke befinden sich nicht im Besitz der Stadt Hof. Wohnnutzungen sind aufgrund der vorhandenen Immissionen kaum realisierbar (vorne die Bahnhofstraße und hinten die Bahn und das GVZ). Im Bereich Lokschuppen gibt es einen Investor, der eine Hotelnutzung realisieren möchte. Der Abbruch hat im Winter 2020 begonnen.

Für das Bahnhofs-Empfangsgebäude soll eine Machbarkeitsstudie Auskunft darüber liefern, welche künftigen Nutzungen sinnvoll und auch wirtschaftlich darstellbar sein können.

Eine Nutzung für die Paketposthalle wird derzeit angestrebt. Es hat bereits erste Sondierungsgespräche mit Investoren gegeben. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz und kann daher nicht einfach abgebrochen werden.

MEINE ZIELE FÜR HOF

JOBS

Ein Arbeitsplatz, bei dem man spürbar mehr verdient als den Mindestlohn, darf in Hof kein Glückstreffer sein – sondern das normalste überhaupt.

FIRMEN

Es sollen sich deutlich mehr Firmen als bislang in der Stadt ansiedeln – und nicht in den Landkreis abwandern. 

BILDUNG

Alle Kinder in Hof sollen die Chance bekommen, einen qualifizierten  Schulabschluss zu erlangen oder auch Abitur zu machen. Und das in einer angemessenen Umgebung.

KINDER

Nicht nur die Quantität entscheidend. Wir brauchen nicht nur ausreichend, sondern auch gute Betreuungsmöglichkeiten für die Kinder in unserer Stadt.

MOBILITÄT

Niemand darf von nur einem Verkehrsmittel abhängig sein. Sondern die Wahl haben, wie man wohin kommen will. Dazu brauchen wir den öffentlichen Nahverkehr, sichere Radwege und pragmatische Zusatzlösungen.

CITY

Die Hofer Innenstadt soll ein Ort sein, an dem man sich trifft und sich auch treffen will. Begegnungen sind wichtig für den Zusammenhalt. Das Verständnis für andere bleibt auf der Strecke, wenn man nichts mehr mitbekommt.
Momentaufnahme von Eva Döhla

ÜBER MICH

ZUHAUSE im Herzen Hofs – unser Lebensmittelpunkt liegt genau zwischen Rathaus und Lorenzkirche

IM AMT als Oberbürgermeisterin der Stadt Hof seit Mai 2020

PERSÖNLICH: 48 Jahre, verheiratet, drei Kinder (27, 11 und 8 Jahre alt)

EVA DÖHLA IN DEN MEDIEN

Immer wieder werde ich von den Medien gebeten, zu aktuellen Entwicklungen Stellung zu nehmen. Hier finden Sie Links zu den wichtigen Beiträgen der vergangenen Wochen. Sie geben einen guten Einblick in meine Arbeit und manches, was mich so bewegt:

100 TAGE IM AMT

Bericht des Bayerischen Rundfunks vom 14.08.2020

DIE NEUEN CHEFS

Bericht der Süddeutschen Zeitung über die neuen Rathaus-Chefs in Bayern

DIE ERSTEN 100 TAGE

Bericht von tvo vom 10.08.2020

Eva Döhla und die Medien

KONTAKT

IM NETZ

Private SocialMedia-Kanäle von Eva Döhla.

IM RATHAUS

Die offizielle Adresse für alle Belange, die die Stadt Hof betreffen:

Stadt Hof
Büro der Oberbürgermeisterin

Klosterstr. 1
95028 Hof

+49 (0)9281 815 1001

Zentrale:

+49 (0) 9281 815 0

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